Der Filmemacher Rolf Teigler aus Berlin besucht uns bei Agora, um einige seiner Filme mit dem Ensemble21 zu zeigen, auch den ganz neuen Film „Die Wand“. Anschließend können wir mit ihm ins Gespräch kommen.
Seit einem Vierteljahrhundert arbeitet Rolf Teigler mit Menschen, deren Lebensrealitäten sonst nur selten im Film erzählt werden: Strafgefangene, Arbeitslose, Migrant:innen, Geflüchtete, Streetgangs und Bewohner:innen eines Berliner Arbeiterviertels.
Es sind ausdrücklich Spielfilme, die jedoch eng an die Biografien ihrer Protagonist:innen angelehnt sind. Die Darsteller:innen erarbeiten gemeinsam mit Teigler Geschichten und ihre Figuren, die neue Namen, Familienkonstellationen oder Kostüme erhalten, deren Konflikte jedoch aus realen Erfahrungen hervorgehen. Dieser Ansatz erzeugt eine besondere Nähe zum Stoff: Die Laiendarsteller:innen agieren unverstellt und verleihen den Figuren eine Authentizität, die man im klassischen Schauspiel selten findet. Aus biografischen Fragmenten entstehen so Geschichten, die berühren, irritieren, manchmal auch humorvolle Momente offenbaren.